NAS: Top – Telefonie: Flop …noch

Am 11.06.2010 nahmen FRITZ!Box FON WLAN 7390 / HomeServer 50.000 Kurs in Richtung Sommerupdate. Ende Juni war inn den vergangenen Jahren regelmäßig der Termin, Neuerungen in eine Releaseversion für  7270 / 7240 zu implementieren.

Mit der 84.04.85-17513 macht die Hardwarerevision156 nun deutlich Boden auf die 7270er-Laborversion (xx.04.85-17273) gut.  Es bleibt zu hoffen, dass die Zielsetzung für das Sommerupdate auch für das AVM-Flaggschiff gilt.

Betrachtet man die Veröffentlichungsdaten, fällt auf, dass die 7270er-Reihe nun seit fast vier Wochen ohne Änderungen im AVM-Labor steht. Fast genau zwei Wochen darauf wurde die 7240 mit einer Laborversion auf exakt den gleichen Checkpoint in der Entwicklung angehoben.

Neuerungen (übernommen aus dem  AVM-Labor) :

Leistungsmerkmale auf einen Blick

  • Neues rund um Telefonie, DECT und FRITZ!Fon MT-D und MT-F
  • DECT: FRITZ!Fon MT-D/MT-F: Versand von E-Mails über Mobilteil
  • DECT: FRITZ!Fon MT-D/MT-F: Beschleunigte Navigation bei Telefonbuch, E-Mails, Podcasts und RSS-Nachrichten
  • DECT: FRITZ!Fon MT-D/MT-F: Diverse Optimierungen und Verbesserungen in der Bedienung
  • DECT: DECT Eco Mode (no emission) (FRITZ!Fon MT-D/MT-F, einige neue CAT-iq-fähige Telefone)mehr
  • IPv6-Unterstützung und Verbesserungen in den Bereichen Internet und System
  • Ermöglicht die Nutzung von IPv6 im Heimnetzwerk und im Internet mehr
  • Für die IPv6 Anbindung werden sowohl diverse Tunnelprotokolle als auch native Übertragungsprotokolle unterstützt
  • Konfigurierbare IPv6-Firewall
  • Der DNS-Proxy der FRITZ!Box ist nun DNSSEC-kompatibel
  • Neues rund um USB und NAS
  • Egal ob interner Speicher, Online-Speicher oder USB-Speicher, unter der Browser-Adresse http://fritz.nas sind künftig alle Ihre Speicher gemeinsam erreichbar.
  • Mit der FRITZ!NAS Webseite entsteht eine komfortable, schnelle und einfache Möglichkeit, Dateien an der FRITZ!Box einzusetzen. Das erleichtert die Navigation und sorgt für mehr Übersicht.
  • Bilder, Videos, Musik oder Dokumente lassen sich somit künftig einfach und bequem auf einem angeschlossenen Speicher ablegen (Dropbox), wieder auf den Computer laden und mit allen Netzwerkteilnehmern gemeinsam nutzen.

Aktuell vereint die 7390/Homeserver 50.000 lediglich den Abschnitt “Neues rund um USB und NAS auf dem Niveau der kleineren, wenn auch momentan leistungsfähigeren Geschwister in sich.

Damit macht der Webbrowser einen wichtigen Schritt in Richtung Ersatz für den Windows Explorer.

Der OnlineSpeicher wird schnell erreichbar und ein mappen als Laufwerk ist nicht mehr erforderlich.

Vorteil:

Bei Nutzung der Fernwartungsfunktion und in Verbindung mit einem DYNDNS-Account  fungiert diese Seite von allen genutzten Endgeräten (Notebook, Netbook, PC, Tablet, Phone (?) ) als einheitliches Portal für die Dateiverwaltung – egal ob von zu Haus, der Uni oder unterwegs.

Die NAS-Unterstützung scheint ohne Probleme zu funktionieren und fand so bereits den Einzug in die 7390-Release-Vorschau.

Viel zu tun…

Die Verbesserungen im Bereich der Telefonie haben noch keinen spürbaren Einzug in die Labor erhalten. Zwar stehen nun einige ECO-Einstellungen im DECT-Bereich zur Verfügung – diese nutze ich jedoch zugunsten der Signalstärke und DECT-Abdeckung nicht.

Nervig – und sicherlich ein Anlass für viele Rückmeldungen nach Berlin- sind die in dieser Version vorhandenen Probleme mit der Telefonie über DECT. Zu leise – abgehackt – kaum zu verstehen, so die Kommentare vom Wochenende, sobald wir telefonierten.

Kleinere Bugs fielen da kaum ins Gewicht:

Auch die kryptischen Meldungen wie

?2104? ?442? und ?444?

im Ereignislog der Box sind erst einmal kein Grund zur Sorge.

Neuerungen rund um Energiesparfunktionen fanden sich im Netzwerkbereich:

Wie im Ip-Phone-Forum berichtet, wird mittels dieser Funktion die Übertragungsrate am LAN-Anschluss beeinflusst und – je nach Einstellung – von 1000 MBit/s auf 100 MBit/s herunter genommen.

Ebenfalls ist es möglich, ungenutzte Ports gänzlich zu deaktivieren.

FAZIT zur aktuellen Laborversion:

Wer auf eine hohe Qualität im Bereich der DECT-Telefonie wert liegt, wird mit der 84.04.85-17513 nicht glücklich werden und sollte bei der aktuellen Release-Version 84.04.84 bleiben.

In allen anderen Nutzungsbereichen zeigt die Box mit dieser Laborfirmware bereits ein zuverlässiges Verhalten.

Nutzer, die den 1&1-UMTS-Stick (ZTE MF 110) einsetzen wollen, sind mit dieser Laborfirmware ebenfalls auf der sicheren Seite – man sehe mir nach, dass ich die voran gegangenen Versionen nicht auf die UMTS-Einsatzmöglichkeit hin getestet habe. Mit dieser Version funktioniert es aber definitiv, den UMTS-Stick per USB zu verbinden. Leider ist die VoIP-Nutzung aktuell in den AGB nicht gestattet – wie bei eigentlich allen Mobilfunkanbietern.

Ein Zugriff auf den Onlinespeicher scheint das interne Hub in dieser Betriebsart momentan noch nicht ermöglichen zu wollen.

Für den Mobilen Einsatz ist also anzumerken, dass eine Box als Lieferant von NAS-Seite und OnlineSpeicher am Heimanschluss eingesetzt bleiben sollte und die “Reise-FRITZ!Box” dann über den UMTS-Stick auf die OnlineSpeicherdateien zugreifen kann.

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