Bye,Bye 7320 – Danke, AVM für den Rettungsanker

Süüüüssss, die Kleine 7320 titelte ich vor 16 Monaten hier im Blog. Ein neuer Homeserver, klein und platzsparend. reduziert auf das Nötigste und für die Masse an Kunden ausreichend ausgestattet.

Doch irgendetwas setzte sich bei dieser Bauweise nicht durch. Schon 5 Monate nach dem Start der Baureihe ebbte die Weiterentwicklung der Firmware merklich ab. Der letzten offiziellen Release-Firmware vom 21. Januar 2011 folgten noch zwei Laborversionen.

19051 am 04.02.2011 und 19131 am 15.02.2011 bevor AVM  die letzte Version dann am 03.03.2011 von der Laborseite nahm.

75.04.76 – die Einmalfirmware

Die 7570 erschien als VDSL-Box mit einem United Internet Branding in der Firmwareversion 75.04.76.  Die Box selbst war nur eine begrenzte Zeit bei 1&1 im Programm, da die 7390 knapp zum Jahresende 2009 in die Vorserienproduktion ging. 1&1 vermarktete bereits seit 01.09.2009 VDSL. Funny Fact: in der ct’ -Meldung wird die 7390 noch mit 2 Gigabyte internem Flashspeicher angekündigt – die endgültige Produktkonzeption brachte dann 512 MB.

Eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung, die 7570 nicht umfassend im Support-Konzept und der Firmware-Pflege bei 1&1 zu implementieren. Die 7570 wurden sogar mit Verfügbarkeit der 7390 durch 1&1 getauscht. Restbestände werden heute nur an Kunden versendet, deren VDSL-Anschluss die 7390 verweigert oder nur mit der 7570 stabil funktionieren will.

Auf die aufwendige Weiterentwicklung einer rein deutschen Version verzichtet man bei AVM unterdessen ganz. Weder 1&1 investiert noch in die 7570, noch die Telekom, die mit beim nahezu baugleichen Speedport W920 bei der Version 65.04.78 ausstieg. Die Internationale Version hingegen lebt weiter bis in den Juni 2011 und kann mit dem ruKernelTool von Rainer Ullrich auf die deutschen Boxen geflashed werden.

7330 auf 7320 – AVM sei Dank, es läuft !

Anfragen nach einer neuen Firmwareversion für die 7320 dürften sowohl bei 1&1, wie auch bei AVM regelmäßig eingegangen sein. So verursacht dann auch eine Firmwarereihe auch dann noch Kosten, wenn die Entwicklung bereits auf ein Minimum zurück gefahren wurde.

Findige User und Entwickler holen AVM dann endlich aus der Supportkostenfalle. Die Nähe der 7330 zur 7320 wurde schon beim DSL-Teiber und der Plattformbezeichnung

Gedacht für Box  =  Fritz_Box_7322

deutlich. Dazu enthielt die Firmware auch das 1&1-Branding. Somit war die Eingliederung in die 1&1-Produktpalette wahrscheinlich und wie sich nun zeigte auch nur eine Frage der Zeit und wurde zum Jahreswechsel nun umgesetzt.

FRITZ!Box 7330 SL - der neue HomeServer bei 1&1

Für 1&1 bietet diese Box einige Vorteile:

1. Größe & Optik

7390, 7360SL und 7330SL sprechen nun dieselbe Formensprache und sind in der Werbung nun optisch identisch. Für den Versand in Montabaur werden nun für alle 3 Boxen identische Packgefäße verwendet. Auch an dieser Stelle kann ich nur mutmaßen: vermutlich wird ab diesem Jahr dann auch die Verpackung der 1&1-Boxen noch deutlicher auf das Unternehmen getrimmt. Der aktuelle Werbespot zeigt eine andere, als die bisherige Verpackung.

Mehr Branding oder manuell einheitlich verpacken?

 2. Hardwareaspekte

Neben den identischen Netzteilen der drei Modelle gleicht sich auch der Rest des Lieferumfangs – zumindest bei den hauptsächlich verwendeten SL-Modellen. Ebenso verfügen 7330SL und 7360SL  über jeweils 1 Gigabit  und 100 MBit/s-Lan-Anschlüsse.

3. Kostenreduktion

Auch hier eine Mutmaßung: AVM könnte beim TOP-Modell der FRITZ!Boxen in diesem Jahr einen logischen Schritt weiter gehen und eine eigenständige 7360 auf den Markt bringen. Dieses quasi Downgrade wäre die Weiterentwicklung der 7390, die preislich mittlerweile zum “bleiernen Flaggschiff” und Ladenhüter verkommen dürfte.

Vergleicht man die Preise bei Amazon für die AVM-Boxen, kosten 2 Gigabit-Anschlüsse, zeitgleiches WLAN im 2.4 GHz und 5 GHz Netz und der ISDN-”Kropf” happige 69 Euro Aufpreis. Die illusorische unverbindliche Preisempfehlung von 289 Euro dürfte nahezu kein Kunde in 2012 noch zu zahlen bereit sein.

Auch zeigte sich Gigabit-Lan nicht 100%ig kompatibel zu älteren LAN-Gerätschaften und dürfte preislich ebenfalls zu buche schlagen. Also weg mit dem Balast, der Probleme in der Entwicklung bereitet – und her mit der 7390v2 a.k.a. 7360. Auch ISDN erübrigt sich mit der fortschreitenden Abschaltung dieser Technologie.

Das bisher kaum unterstützte 5 GHz-WLAN ist schon in der 3370 nur einzeln verfügbar.

Cebitneuheit 7312?

In entpackten Recovery-Dateien ist bereits die 7312 zu finden. Bisher tauchten aber noch keine Mutmaßungen oder eine  - meist treffende – Vorablistung bei Router-Faq.de auf. Steht hier der überfällige und dann IPV6-fähige Nachfolger der 7112 in den Startlöchern?
Sowohl für den Großabnehmer 1&1, als auch für den Hardwarehersteller RAFI wäre eine einheitliche Gehäuseform von Vorteil, obgleich auch noch die älteren Modellreihen in der Produktion sind.

Wo die Reise hingehen wird, sagt uns dann AVM im Laufe des Januar, wenn die jährliche Ankündigung der CEBIT-Neuheiten kommt.

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